Der kubia-Fachtag Kulturgeragogik am 24. April 2026 im Kölner Seekabelhaus diskutiert Ambivalenzen der Sorge um das Alter(n) aus anthropologischer, sozialpolitischer und künstlerisch-kulturgeragogischer Perspektive. In Workshops werden erfolgreiche Beispiele kunst- und kulturgeragogischer Praxis vorgestellt, die Mut machen, gemeinsam eine neue Kultur der Sorge und Pflege zu entwickeln.
Ein zentrales Anliegen der Kulturgeragogik ist es, Angebote zu entwickeln, die speziell Menschen in gesundheitlich vulnerablen Situationen ansprechen – zum Beispiel ein Kunst-Atelier für Menschen mit Demenz oder ein Tanzangebot für Menschen mit verminderter Beweglichkeit. Dazu ist die Zusammenarbeit mit dem Care-Sektor unabdingbar. Dort werden in letzter Zeit jedoch Krisen und Versorgungs-Lücken immer deutlicher, was die kulturelle Teilhabe pflegebedürftiger älterer Menschen zusätzlich gefährdet. Wenn Pflege derart unter Druck steht, erscheint die kulturgeragogische Arbeit in einigen Pflegeeinrichtungen als überflüssiges Beiwerk. Andere erkennen gerade in dieser Situation, wie die Kulturgeragogik zur Stärkung des Wohlbefindens und Miteinanders von Pflegebedürftigen, Pflegenden und Angehörigen beitragen kann.
Der Fachtag fragt:
- Was verstehen Kulturgeragog*innen unter einer gelingenden Care-Kultur? Was kann die Kulturelle Bildung im Alter zu einer neuen Kultur der Sorge und Pflege beitragen?
- Welchen Beitrag kann und will die Kulturgeragogik zum Pflegesystem leisten, wo grenzt sie sich ab?
- Welche Aufgaben übernehmen Kulturgeragog*innen im Rahmen von „Sorgenden Gemeinschaften“ im Sozialraum?
Weitere Informationen
Tagungsprogramm
Anmeldung