Allein. Allein? Intergenerationelles Tanz- und Begegnungsprojekt
© Christopher Horne | Nowhere Man
Angeregt von dem Tanzstück „Nowhere Man“ tauschen sich Ältere und jüngere Menschen über das Thema Alleinsein aus. Zunächst lernen sie einander durch Briefwechsel kennen, besuchen dann gemeinsam das Tanzstück und vertiefen anschließend den intergenerationellen Austausch in Bewegungs-Workshops.
performing:group ist ein Ensemble für Tanz, Physical Theatre und Performance aus Köln, das Tanzproduktionen entwickelt, die sich an ein generationsübergreifendes Publikum richten. Bei den Vorstellungen und Nachgesprächen der Produktion „Nowhere Man“ – einem Tanzmonolog über Alleinsein, Aufschieben und Langeweile – zeigte sich, dass Einsamkeit alle Altersgruppen betrifft und viel Gesprächsstoff bietet. Daraus entstand die Idee für das Projekt „Allein. Allein?“: ein Format, das Menschen verschiedener Generationen zusammenführt, gemeinsames Kunsterleben ermöglicht, künstlerisch einbindet und zum Austausch über Einsamkeit anregt, um der wachsenden Vereinzelung etwas entgegenzusetzen.
Das Projekt teilt sich in drei Phasen der Begegnung: intergenerationelle Brieffreundschaften, einen gemeinsamen Vorstellungsbesuch sowie vier bewegungsorientierte Workshops. Die Teilnehmenden lernen sich zunächst nur durch Brieffreundschaften in intergenerationellen Tandems kennen. Ein gemeinsamer Vorstellungsbesuch der Tanzproduktion „Nowhere Man“ und ein Nachgespräch bieten Gelegenheit zum ersten persönlichen Austausch über das Thema Alleinsein. Vier bewegungsorientierte Workshops vertiefen schließlich diesen Dialog, ermöglichen das bewegungsorientierte Experimentieren und eröffnen so auch einen non-verbalen Austausch. Ziel ist die Begegnung zwischen den Generationen und das gemeinsame künstlerische Tun.
Projektträger: performing:group
Projektleitung: Sarah Modeß
Künstlerische Leitung: Julia Mota Carvalho und Sarah Modeß
Kooperationspartner: Theater im Bauturm