Mein Körper ist mein Tempel – Interkulturelles Theater- und Nähprojekt
Die Theatergruppe und die Nähgruppe des interkulturellen Zentrums Raum-B in Köln beschäftigen sich gemeinsam mit Sorge und Verletzbarkeit.
Die Theatergruppe im interkulturellen Zentrum Köln-Buchheim besteht aus Seniorinnen mit sehr diversen Werdegängen und aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern. Im Raum-B haben sie einen Ort gefunden, um sich mit ihren Lebensgeschichten auseinanderzusetzen und diese künstlerisch darzustellen.
Mit dem Projekt „Mein Körper ist mein Tempel“ widmen sie sich der Situation älterer, pflegebedürftiger Migrantinnen und verschafft diesen Sichtbarkeit. Mithilfe theaterpädagogischer und körperorientierter Praxis gilt es, das Erleben des eigenen Körpers – seiner Verletzungen und Kräfte – zum Ausgangspunkt der wöchentlichen Theaterwerkstatt zu machen. Die Spielerinnen sammeln Erzählungen über Narben und Muttermale, über die Sorge für andere und sich selbst, über Grenzen und Berührungen, finden eine gemeinsame Sprache für Unsagbares und widmen sich der Freude von Bewegung im Großen und ganz Kleinen.
Für das Projekt ist eine Kollaboration mit der Nähgruppe des Raum-B geplant. Kleidung bildet als erste Schicht über der Haut den ersten eigenen Raum, die erste Grenze. In den Proben soll das Material Stoff eine Rolle spielen und ein Spiel mit Schichten, Geschichten, dem Zeigen und Verbergen eröffnen. So entstehen Kostümteile oder gar Zelte, eigene Tempel, in welche die Gruppe zum Abschluss des Projektes ein kleines Publikum einlädt.
Projektträger: Raum B – Interkulturelles Zentrum Buchheim (Diakonisches Werk Köln und Region gGmbH)
Projektleitung: Birgit Pikullik
Künstlerische Leitung: Franziska Schneeberger