Figaros Hochzeit – Digitale politische Opernsatire im Ratssaal
© Anja Otto | Szene aus Don Giovanni
Die partizipative Opernproduktion „Figaros Hochzeit“ ermöglicht intergenerationale Begegnung und Beschäftigung mit Chorgesang.
Die digitale, politisch-satirische Opernproduktion „Figaros Hochzeit“ überträgt Mozarts Le Nozze di Figaro in die Gegenwart und setzt sich mit Fragen von Macht, Repräsentation, Stimme und Identität auseinander. Als eines der politischsten Werke Mozarts eignet sich die Oper besonders für Aufführungen in öffentlichen Räumen politischer Entscheidungsfindung – wie etwa einem Ratssaal. „Figaros Hochzeit“ ist damit mehr als eine klassische Opernproduktion und eröffnet einen partizipativen Raum für intergenerationale Begegnung und kulturelle Auseinandersetzung.
Im Mittelpunkt steht ein intergenerationaler Chor aus Laien im Alter von 14 bis 18 Jahren sowie ab 65 Jahren. In Workshops entwickeln die Teilnehmenden eigene Texte, Szenen und musikalische Fragmente, die direkt in die Dramaturgie einfließen. Der Chor erhält eine Ausbildung in Gesang und Theater. Dabei entsteht ein Raum für intergenerationalen Austausch und gemeinsames Lernen.
Die Aufführungen finden in Rathäusern sowie in Rats- und Plenarsälen in mindestens fünf Städten Nordrhein-Westfalens statt. So wird Oper außerhalb klassischer Theaterkontexte erlebbar. Ein professionelles Filmteam begleitet das Projekt und dokumentiert Proben, Chorarbeit und Aufführungen.
Figaros Hochzeit bildet – nach Così fan tutte im Aquarium und Don Giovanni im legendären Düsseldorfer Punk- und Rockclub Ratinger Hof sowie in der Düsseldorfer Zentralbibliothek – den Abschluss der Mozart-Da-Ponte-Trilogie der Komischen Oper am Rhein, mit der diese seit 2024 partizipative Opernformate in öffentliche Räume bringt.
Projektträger: Förderverein der komischen Oper am Rhein e. V.
Projektleitung und künstlerische Leitung: Dr. Elsa Garcia Tarraga