KlangKunstPost – künstlerische Klangaktion per Post
Kunst trotz Abstand: Aus den „KlangKunstLaboren“ für Menschen mit Demenz wird in der Pandemie die „KlangKunstPost“ – ein kreatives Paket für Zuhause, das Nähe schafft und künstlerisches Erleben ermöglicht.
Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sind die Zielgruppe der „KlangKunstLabore“, die die Musikwissenschaftlerin Elisabeth von Leliwa in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Gerhard Stäbler seit 2018 gestaltet: kreative Workshops mit und über Avantgarde-Musik in der Tradition von Dada, Cage und Fluxus bis zu Stäblers eigenen performativen Konzepten. Da der für 2020 geplante Ausbau des Formats bedingt durch Corona nicht umsetzbar ist, entwickeln sie, unterstützt durch den Komponisten Kunsu Shim, kurzerhand die „KlangKunstPost“: Per Post erhalten die Teilnehmenden fotografische Spielanweisungen und die dazu benötigten Klangmaterialien, so dass sie kleine KlangKunstAktionen auch zuhause und zu zweit selbstständig durchführen können. Eine ebenfalls beigefügte CD mit Klangbeispielen zum Hören, Erkennen und Mitspielen regt zur eigenen Aktivität mit den Naturmaterialien, Stäbchen, verschiedenen Papieren u. v. m. an. Auf diese Weise kann der Kontakt zu der Kerngruppe, die sich im Verlaufe der beiden Jahre gebildet hat, gehalten, schöne Erinnerungen an die gemeinsamen Workshops geweckt und den in ihren Wohnungen isolierten Menschen signalisiert werden, dass sie während der Pandemie nicht vergessen sind.
Projektträger: Elisabeth von Leliwa
Projektleitung: Elisabeth von Leliwa
Künstlerische Leitung: Gerhard Stäbler und Kunsu Shim
Kooperationspartner: Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Westliches Ruhrgebiet, EarPort Duisburg