Barrierefreiheits-Stärkungsgesetz: Auswirkungen für Kultur und Bildung
Was bedeuten die neuen Regeln zur digitalen Barrierefreiheit für Anbieter von Kultur und Kultureller Bildung?
© Zlikovec/stock.adobe.com | Neben Sprachausgabe nutzen viele blinde Menschen eine Braillezeile, um Texte am Computer zu rezipieren.
Ende Juni tritt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Erstmals werden Akteur*innen der Privatwirtschaft in bestimmten Bereichen zur Barrierefreiheit verpflichtet. Was bedeuten die neuen Regeln für Anbieter*innen von Kultur und Kultureller Bildung? Und wie können sie – unabhängig davon, ob sie direkt vom BFSG betroffen sind – ihre digitalen Angebote inklusiver gestalten?
In der Online-Veranstaltung vermittelt der Accessibility Consultant Jan Hellbusch ein grundlegendes Verständnis für digitale Barrierefreiheit. Ziel ist, es ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass barrierefreie Online-Angebote für Menschen mit Behinderung essenziell sind, damit sie im digitalen Raum gleichberechtigt teilhaben können. Kulturakteur*innen, die ihre Website barrierefrei umgestalten möchten, erfahren wie ein solcher Prozess aussehen kann und worauf es in der Zusammenarbeit mit Entwickler*innen und Prüfer*innen ankommt.
Jan Hellbusch beschäftigt sich seit Mitte der 1990er Jahre mit der Barrierefreiheit von Webseiten und Anwendungen. Als freiberuflicher Accessibility Consultant unterstützt er Unternehmen und Organisationen dabei, das Internet für alle zugänglich zu machen. Seine Arbeit zielt darauf ab, Sensibilität für digitale Barrierefreiheit zu schaffen und praxisnahe Wege zur Umsetzung aufzuzeigen. Er hat zahlreiche Publikationen und Fachartikel zum barrierefreien Webdesign veröffentlicht, engagiert sich ehrenamtlich in Blindenverbänden und bringt seine persönliche Erfahrung als Mensch mit Sehbehinderung in seine Beratung und Vorträge ein.
KoFabrik, Bochum
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