Tanz geht raus, Kunst kommt rein: Tanz und Bildende Kunst
Ausgehend von einem Tanzworkshop in einer Kunst-Ausstellung wurde diese Methode für die Begegnung mit Werken der Bildenden Kunst entwickelt. Eine Methode von Andrea Marton.
© Franz Kimmel
Idee |
Durch die Unterscheidung von Bewegung des ganzen Körpers im Raum oder am Platz, in drei Ebenen oder das Bewegen nur einzelner Körperteile entsteht eine individuelle Auswahlmöglichkeit für tänzerische Improvisation je nach Präferenzen und Bewegungsspielräumen der Teilnehmenden. Auf einer Skala von 1 bis 6 in Bezug auf Bewegungsspannung und Bewegungstempo entsteht eine Vielfalt von Bewegungsausdruck, der sich an dem individuellen Empfinden von langsam bis schnell orientiert. Durch Reflexion und Austausch der Teilnehmenden über die unterschiedlichen Rollen als Tanzende, Zuschauende und Gestaltende entsteht eine Diskussion über (Tanz-)Ästhetik jenseits der gewohnten Bewegungsmuster. Trotz der freien Bewegungsimprovisation gibt es eine gemeinsame Struktur für die eigenen Bewegungsfindung und eine gemeinsame Gestaltung. |
Ziel |
Eigene Bewegungsfindung und Vertiefung der Bewegungs-Generierung in Zeit und Qualität:
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Bezug zum Thema Alter(n) |
Diese Methode bezieht sich nicht nur auf ältere Tänzer*innen, sondern kann generationsübergreifend genutzt werden. Insbesondere bei der Skalierung werden die Tanzenden mit ihren eigenen Bewegungs- und Tempovorlieben konfrontiert. Sie sind eingeladen, diese zu reflektieren und sich in ungewohnte Bewegungen und Tempi vorzuwagen. Gleichzeitig findet jede Person ihre eigene Skala entsprechend der körperlichen Möglichkeiten. Der ganze Prozess ist darauf ausgerichtet, dass in jedem Moment persönliche Entscheidungen die Gruppenimprovisation beeinflussen und bereichern. So wird ein Begegnen jenseits von richtig und falsch möglich. |
Voraussetzungen |
Die Gruppe muss sich nicht unbedingt vorher kennen. Sie ist vertraut mit zeitgemäßer Bewegungsentwicklung und dem kreativen Prozess durch Improvisationen, und erwartet keine festen Bewegungsabläufe. Die Teilnehmenden sind keine Anfänger*innen. |
Zeit |
90 Minuten |
Raum |
Ein Tanzstudio oder Bewegungsraum mit sauberem Boden – man tanzt gerne barfuß und rollt am Boden und der Möglichkeit zur Wiedergabe von Musik. |
Material |
Stühle für die Teilnehmenden |
Musik |
Musik hat einen großen Einfluss auf unsere Bewegungslust, sie beeinflusst stark die Wahl der Bewegungen. Deshalb benutze ich gerne zur Generierung von neuem Bewegungsmaterial Musiken aus dem Minimal Music Spektrum:
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Ankommen im Raum:
Intensivierung:
Phase 1: Experimentieren mit Ebenen-Wechseln am Platz durch einzelne Körperteile
Phase 2: Solo für ein Körperteil
In der nächsten Kurseinheit gehen wir von einer Skala von 1 bis 6 aus in Bezug auf Tempo der Bewegung (von Zeitlupe zu Zeitraffer). Es gelten darüber hinaus die gleichen Parameter wie zuvor: Körper versus Körperteil, Bewegen am Platz und im Raum, auf allen Ebenen.
Video: Hanna Held